Autoservice Ralf Hartmann - Aussenpflege - Schutzhülle

Aussenpflege - Schutzhülle

Verfasser: Ralf Hartmann - Mittwoch, 15.04.2009

Vor der Lackpflege ist eine intensive Reinigung der Außenhaut des Autos notwendig. Dabei muss vor allem der Problemdreck wie Insektenreste, Baumharz,
Vogelkot und Teerflecken entfernt werden. Wer das Auto nicht richtig sauber macht, schließt beim Wachsen den zum Teil aggressiven Schmutz ein, wissen die Experten von Sonax. Daher gilt: je besser die Vorarbeit, desto besser das Ergebnis.
Zum Autowaschen entweder in die Waschanlage, oder von Hand mit speziellem Autoshampoo.

Die Experten raten: Finger weg von Haushaltsreinigern.

Diese lösen alles vom Lack ab und können Kunststoffteile angreifen. Insektenreste und Vogelkot verätzen auf Dauer den Lack. Der Lack quillt an und wird uneben. Vor dem Waschen einen Insektentferner aufsprühen. Der Reiniger unterwandert die Insektenreste. Das Baumharz hingegen frisst sich in den Lack und auf Dauer bis zum Blech. Man entfernt es nach der Autowäsche mit einem speziellen Baumharzentferner.

Wichtig: Keine Verdünnung nehmen.

Die löst den Klarlack auf. Auch zur Entfernung von Teer und Flugrost gibt es Spezialreiniger. Flugrost sind kleinste Metallpartikel, die vor allem im Bereich von Industrieanlagen und Bahnschienen vorkommen. Das Metall lässt sich auf dem Auto
nieder und fängt an zu rosten. Wer seinen Lack wie unten gezeigt mit Spezialreiniger oder dem Sonax Spray & Clay behandelt hat, muss danach den Lack versiegeln, weil die schützende Wachsschicht entfernt wurde. Tipp von Sonax: Bevor man nun mit Politur oder Wachs loslegt, unlackierte Kunststoffteile mit
einem Kunststoffpflegemittel behandeln. So lassen sich zum Beispiel Politurrückstände ganz einfach wegwischen.

Nachdem das Auto nun gereinigt wurde, geht es an die Lackdiagnose Dabei wird die Pflegestrategie festgelegt. Kratzer sind unschön. Man unterscheidet zwei Arten, die auch eine unterschiedliche Herangehensweise beim Entfernen verlangen. Entscheidend ist, dass der Kratzer nur im Klarlack ist und nicht bis auf Basislack oder Grundierung geht. Feine Kratzer entstehen durch Gebrauch und Waschen. Eine Politur mit Wachs entfernt diese. Bei hartnäckigeren Kratzern rückt man stufenweise mit einem Kratzerentferner-Set an. Dabei spielen das Polish und das Finish die Hauptrollen. Das Polish enthält ein stärkeres Schleifmittel als herkömmliche Polituren. Es verwandelt im ersten
Schritt große Kratzer viele kleine.

Das Finish ist sanfter und verwandelt die vielen kleinen Kratzer in eine blanke Oberfläche. Es gibt dem Lack den Glanz zurück. Die sogenannten Schleifblüten kommen nur zum Einsatz, wenn Polish und Finish keinen Erfolg zeigen. Aber Vorsicht bei der Anwendung. Anschließend den Lack mit Wachs versiegeln.

Lackdiagnose

Je nach Zustand des Lacks muss man ihn vor der Versiegelung vorbehandeln.
Der Zustand ist stark vom Alter und der Pflege abhängig:

Neuer Lack ist wenige Tage oder Monate alt und hat keine Kratzer oder Gebrauchsspuren. Dort muss man nur wachsen. Ein neuwertiger Lack ist in der Regel ein Jahr bis 1,5 Jahre alt und zeigt auch schon einige Gebrauchsspuren der Waschanlage, feine Kratzer und diverse Steinschläge im Fronthaubenbereich. Es bietet sich Politur in Kombination mit einem Wachs an. Damit werden feine Kratzer oder Unebenheiten ausgeglichen und Tiefenglanz entsteht. Hochwertiges Wachs
schützt den Lack.

Matt und verwittert wird ein Lack, wenn das Fahrzeug, außer gelegentlicher Wagenwäsche, keine lackkonservierenden Maßnahmen erhält.
Dann ist schon nach drei Jahren die Lackoberfläche matt. Lackreiniger
und Polituren bringen den Glanz des Fahrzeugs zurück. Danach mit Wachs versiegeln.

Vorsicht

  • Bei unsachgemäßer Anwendung von Poliermaschinen kann es zu Schäden kommen.
  • Haushaltsreiniger sind ein absolutes No-Go. Sie können Lack und Kunststoffe angreifen.
  • Papier verursacht auf Lack Kratzer. Dafür gibt es spezielle Schwämme, Vliese, Microfasertücher.

 



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