Verfasser: Ralf Hartmann - Freitag, 24.06.2011
Der Nachtsichtassistent
Mit einer Infrarotkamera beobachtet der Nachtsichtassistent die Straße und stellt das Geschehen vor dem Auto auf einem Bildschirm dar. Menschen und Tiere setzen sich im Bild kontrastreich vom Hintergrund ab. Das Nachtsichtbild wird wie ein Rückspiegel oder Tacho genutzt. Das System kann Fußgänger sogar automatisch erkennen und den Fahrer extra warnen.
Der Abstandsregler
Als intelligenter
Tempomat passt der Abstandsregler (Adaptive Cruise Control, ACC) die Geschwindigkeit automatisch dem Verkehrsfluss an. Dabei bleibt der eingestellte
Sicherheitsabstand zum Vordermann gewahrt. Radar- oder Infrarotsensoren überwachen den vorausfahrenden Verkehr auf bis zu 200 Meter Entfernung. Das System
berechnet daraus die Soll-Geschwindigkeit des eigenen Fahrzeugs und regelt diese mit der Steuerelektronik von Motor und Bremse. Bei Stau oder zähfließendem
Verkehr bremst eine Stop-and-go-Funktion zudem automatisch. Geht es wieder weiter, tippt der Autofahrer kurz das Gaspedal an. Das Auto beschleunigt dann
selbständig bis zur eingestellten oder aufgrund des Verkehrsflusses möglichen Geschwindigkeit.
Das Notbremssystem
Wie der
Abstandsregler nutzt auch der Notbremsassistent Sensoren zur Erkennung von Objekten vor dem Fahrzeug. Berechnet das System aufgrund eines zu geringen Abstands
einen drohenden Aufprall, warnt es den Fahrer. Zudem unterstützt der Assistent den Fahrer beim Bremsen, indem er zum Beispiel vorbeugend die Bremsbeläge an die
Bremsscheiben anlegt. Ist eine Kollision unvermeidbar, leitet das Notbremssystem eine automatische Vollbremsung ein und informiert die Insassenschutzsysteme,
also Airbag und Gurtstraffer. So werden wertvolle Millisekunden genutzt, die dem Fahrer das Leben retten können.
Der
Spurwechselassistent
Der Spurwechselassistent „beobachtet“ die Nachbarfahrspuren. Dazu schauen Umfeldsensoren (meist Radar) zur Seite und nach
hinten. Das System erkennt Fahrzeuge auf den benachbarten Spuren und berechnet auch deren Geschwindigkeit. Will der Fahrer auf eine Spur wechseln, auf der sich
ein Fahrzeug im Gefahrenbereich befindet, wird er mit einem Lichtsignal im Außenspiegel gewarnt. Setzt der Fahrer dennoch den Blinker für einen Spurwechsel,
löst der Assistent zudem einen Warnton aus. Mit dem Spurwechselassistenten verliert der tote Winkel seinen Schrecken.
Die Fahrbahn- und
Objekterkennung
Eine Kamera hinter der Windschutzscheibe in der Nähe des Innenspiegels sichtet die Straße und erkennt Fahrbahnmarkierungen. Diese
Informationen nutzt der Spurhalteassistent. Er warnt den Fahrer, wenn dieser, ohne den Blinker zu setzen, die Fahrbahnlinie streift oder überquert. Die Kamera
hinter der Windschutzscheibe behält zudem die Umgebung vor dem Fahrzeug „im Auge“ und erkennt sich bewegende und stationäre Objekte. Das können Fußgänger oder
Hindernisse sein – um dann frühzeitig Insassen- oder Fußgängerschutzsysteme in Alarmbereitschaft zu versetzen – oder auch Verkehrszeichen. Von diesen „liest“
das Fahrerassistenzsystem die aktuell gültige Geschwindigkeit ab und zeigt sie dem Fahrer auf einem Bildschirm an. So ist immer klar, welche Geschwindigkeit
gerade erlaubt ist.
Die Lichtassistenz
Lichttechnische Fahrerassistenzsysteme stellen die Scheinwerfer optimal für die aktuellen Straßen-
und Wetterverhältnisse ein. Beim Kurven- und Abbiegelicht richten sich die Scheinwerfer automatisch nach dem Fahrbahnverlauf aus. Das adaptive
Frontscheinwerferlicht ersetzt das einfache Abblendlicht. Das Licht wird automatisch an die Straßenverhältnisse und an vorausfahrende oder entgegenkommende
Fahrzeuge angepasst. Beim Fernlicht können diejenigen Bereiche automatisch ausgeblendet werden, die andere stören würden. Inzwi-schen sind sogar Lichtsysteme
verfügbar, die gekoppelt mit einem Nachtsichtassistenten trotz blendfreiem Fernlicht Personen oder Tiere in der Fahrbahn gezielt anstrahlen, um sie
hervorzuheben und den Fahrer zu warnen.
Die Einparkhilfe
Der elektronische Einparkassistent misst mit Sensoren mögliche Parklücken aus und
gleicht diese mit der Autogröße ab. Passt die Parklücke, parkt er automatisch ein. Der Fahrer muss nur Gas geben und bremsen, das System lenkt. Diese Funktion
steigert vor allem den Komfort für den Autofahrer, verhindert aber außer Stress und kleinen Blechschäden auch den einen oder anderen Auffahrunfall während des
Parkvorgangs.
