Verfasser: Ralf Hartmann - Mittwoch, 18.11.2009
Dieselruß-Emissionen sind krebserregend und sollen deshalb mit Dieselpartikelfiltern reduziert werden. Seit dem 1. August 2009 fördert der Staat mit einem Barzuschuss von 330 Euro – immerhin rund die Hälfte der Kosten – die Nachrüstung. Meisterhaft- und AC AUTO CHECK-Werkstätten bieten darüber hinaus eine Null-Prozent-Finanzierung für den Einbau an. Noch fahren in Deutschland etwa sechs Millionen Diesel-Pkw ohne Filter. Das staatliche Förderprogramm läuft noch bis zum 31. Dezember 2009. Bis dahin muss der Halter den Partikelfilter einbauen und von der Zulassungsstelle im Fahrzeugschein eintragen lassen. Anschließend schickt er eine Kopie des Fahrzeugscheins, den letzten Kraftfahrzeugsteuerbescheid und einen ausgefüllten Antrag für den Barzuschuss an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die Anträge können seit 1. September auf der Homepage des BAFA abgerufen und bis einschließlich 15. Februar 2010 eingereicht werden. Sie gelten rückwirkend auch für Filter, die schon im August eingebaut wurden.
Für die Aktion stehen insgesamt 66 Millionen Euro bereit. Das reicht etwa für 200.000 Filter. Experten rechnen mit einem ähnlichen Ansturm wie bei der Abwrackprämie, so dass Diesel-Halter nicht allzu lange zögern sollten, wenn sie vom Barzuschuss profitieren wollen. Mit Filter bekommen Diesel die grüne Plakette für die Umweltzonen. Außerdem steigt der Wiederverkaufswert des Wagens und die Kfz-Steuern sinken um etwa 24 Euro im Jahr.